FEHLGRIFF AN DER ZAPFSÄULE KANN TEUER KOMMEN

Die „Macht der Gewohnheit“ oder einfach nur eine kurze Unaufmerksamkeit sind meist Schuld daran, wenn falsch getankt wird. Das kann mitunter teuer kommen. Was man tun kann, wenn das Missgeschick geschehen ist?

Fall 1: Benzin statt Diesel getankt.

Falls sie es rechtzeitig merken, bitte nicht das Fahrzeug starten! Falls es schon gestartet wurde werden sie ein heftiges „Nageln“ hören, was einen drohenden Motorschaden ankündigt. In diesem Fall darf man nicht weiterfahren und muss das Fahrzeug abschleppen lassen. Bitte rufen Sie umgehend unsere Abschlepphotline unter 0800 886 670 an. Wir reinigen dann bei uns in unserer Werkstätte das Einspritzsystem und entleeren den Tank. Der Kraftstoff wird dann von uns entsorgt.

Fall 2: Diesel statt Benzin getankt.

Wurde der Benzinmotor mit Diesel abgefüllt, beginnt der Motor zu stottern und zu qualmen. Dieser Fall kommt seltener vor. Der Grund: Der Diesel-Einfüllstutzen ist größer als die Benzin-Tanköffnung. An eine Weiterfahrt ist auch hier nicht zu denken – es gelten die gleichen Maßnahmen wie in Fall 1.

Fall 3: Normal statt Super getankt.

Normalbenzin (91 Oktan) statt Super Plus (98 Oktan): Dieser Fehlgriff an der Zapfsäule ist bei vielen modernen Fahrzeugen kein Problem. Die Motoren sind mit Klopfsensoren ausgestattet, der Motor passt sich der Kraftstoffqualität an. Bei älteren Fahrzeugen den Motor nur mäßig belasten und so rasch wie möglich Superbenzin nachtanken.

Fall 4: Super statt Normal getankt.

Wer Eurosuper (95 Oktan) oder Super Plus (98 Oktan) statt Normalbenzin (91 Oktan) getankt hat, hat nichts zu fürchten. Allerdings trifft der Standpunkt, der Motor hätte mit dem hochoktanigen Sprit mehr Kraft, nur dann zu, wenn dieser über sogenannte Klopfsensoren verfügt und sich auf unterschiedliche Kraftstoffe einstellen kann.

Übrigens

Auch Wasser oder sonstige Verunreinigungen können im Tank das Auto lahm legen. „Besonders bei Dieselmotoren sollte regelmäßig der Kraftstoff-Filter überprüft werden. Oft ist Wasser der Grund, warum im Winter nichts mehr geht. Bei mehr als zehn Prozent Wasser im Tank kommt es zum Totalausfall des Motors, der Tank muss leergepumpt werden.

Wer im Auto einen Kraftstoffkanister mitführt, sollte den Inhalt bei jedem zweiten Tankvorgang in den Tank leeren und neu befüllen: Benzin altert; bei Diesel gibt es für Winter und Sommer unterschiedliche Zusammensetzungen.

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